
Stephan Balkenhol Venus / Bronze Skulptur / signiert, nummeriert / Edition 30
| Jahr: | 2026 |
| Format: | 27 x 64 x 27 cm / 10.6 x 25.2 x 10.6 inch |
| Material: | Bronze, handbemalt |
| Technik: | Skulptur |
| Auflage: | 30 |
| Sonstiges: | signiert, nummeriert im Sockel. |
Stephan Balkenhol Venus / Bronze Skulptur / signiert, nummeriert / Edition 30
| Jahr: | 2026 |
| Format: | 27 x 64 x 27 cm / 10.6 x 25.2 x 10.6 inch |
| Material: | Bronze, handbemalt |
| Technik: | Skulptur |
| Auflage: | 30 |
| Sonstiges: | signiert, nummeriert im Sockel. |
Stephan Balkenhol – Venus.
| Jahr: | 2026 |
| Format: | 27 x 64 x 27 cm / 10.6 x 25.2 x 10.6 inch |
| Material: | Bronze, handbemalt |
| Technik: | Skulptur |
| Auflage: | 30 |
| Sonstiges: | signiert, nummeriert im Sockel. |
Stephan Balkenhol - Venus.
Stephan Balkenhol Venus ist eine handbemalte Bronzeskulptur von Stephan Balkenhol aus dem Jahr 2026. Diese Skulptur zeigt eine stehende Frauenfigur, die eine nachdenkliche Präsenz ausstrahlt. Die aus Bronze gefertigte Statue steht auf einem schlichten grünen Sockel. Balkenhols charakteristische Technik der grob behauenen Textur ist unverkennbar; die sichtbaren Meißelspuren verleihen der Figur Lebendigkeit und Dynamik. Die nuancierte Farbpalette, die erdige Töne mit dezenten Nuancen kombiniert, verstärkt den Realismus der Skulptur. Die Kleidung der Dargestellten – ein dunkles Oberteil, ein heller Rock und derbe Stiefel – kontrastiert mit ihrer anmutigen Haltung; die Hand ruht elegant am Kinn, ein Zeichen nachdenklicher Selbstreflexion. Balkenhols bewusste Abstraktion fängt eine einzigartige Verbindung von Individualität und Universalität ein und lädt den Betrachter ein, über die innere Welt der Dargestellten nachzudenken. Dieses Werk ist ein großartiges Beispiel für Balkenhols Fähigkeit, Schlichtheit und emotionale Tiefe in Einklang zu bringen und festigt seinen Platz als Meister der zeitgenössischen Bildhauerei.
Die Bronzeskulptur mit dem Titel „Venus“ stellt eine bewusste Provokation gegenüber unseren traditionellen Sehgewohnheiten dar. Während der Name unmittelbar Assoziationen an die antike griechische Mythologie und die römische Göttin der Liebe und Schönheit weckt, bricht das Werk radikal mit diesen Erwartungen. Anstelle der klassischen, oft nackten oder nur spärlich mit Draperien verhüllten Gestalt, präsentiert die Skulptur eine Frau in alltäglicher, moderner Kleidung. Diese Entscheidung des Künstlers ist kein bloßer Anachronismus, sondern eine tiefgreifende inhaltliche Neupositionierung des Weiblichkeitsideals in der Kunstgeschichte.
Der Titel „Venus“ fungiert dabei als konzeptionelle Klammer, die verschiedene historische Schichten verbindet. Zum einen ist da der Verweis auf die prähistorischen Venusfigurinen, wie etwa die berühmte Venus von Willendorf. Diese steinzeitlichen Idole stellten die Frau primär als Symbol der Fruchtbarkeit und Lebenskraft dar. Indem die moderne Bronzeskulptur eine bekleidete Frau zeigt, transformiert sie diese archaische Urkraft in den Kontext der Gegenwart. Die Fruchtbarkeit wird hier nicht mehr rein biologisch durch nackte, üppige Körperformen interpretiert, sondern als die schöpferische und lebendige Präsenz der Frau im Hier und Jetzt. Die Kleidung schützt dabei die Privatsphäre und Individualität der Dargestellten, wodurch sie von einem bloßen Objekt der Betrachtung zu einem Subjekt mit eigener Geschichte wird.
Gleichzeitig setzt sich das Werk mit dem Erbe der klassischen Antike auseinander. Berühmte Statuen wie die Venus de Milo oder die Venus von Botticelli zelebrierten ein Ideal von Vollkommenheit und Anmut, das oft unerreichbar weit weg vom realen Leben schien. Die bekleidete Bronze-Venus hingegen holt das Göttliche in den profanen Alltag. Sie legt nahe, dass die „Göttin“ nicht in einem fernen Olymp oder in einem musealen Ideal existiert, sondern in jeder Frau zu finden ist, die uns auf der Straße begegnet. Die Bronzepflege unterstreicht diesen Anspruch: Das edle Material, das über Jahrtausende hinweg für monumentale Herrscher- und Götterstatuen verwendet wurde, adelt hier die Normalität. Das Spiel von Licht und Schatten auf den bronzenen Stofffalten macht die Textur der Kleidung fast haptisch erfahrbar und verleiht der Darstellung eine Beständigkeit, die über den flüchtigen Moment hinausgeht.
Letztlich schafft die Skulptur eine neue Form der Ikonografie. Sie feiert die Frau nicht für das, was sie zeigt, sondern für das, was sie ist. Der Kontrast zwischen dem mythologisch aufgeladenen Namen und der schlichten, modernen Erscheinung lädt den Betrachter dazu ein, seine eigenen Definitionen von Schönheit, Weiblichkeit und göttlicher Präsenz zu hinterfragen. Diese „Venus“ ist kein fernes Kunstobjekt, sondern eine Hommage an die menschliche Würde und die stille Stärke, die sich gerade in der Unaufgeregtheit des Alltags offenbart.
Der Mensch steht im Mittelpunkt von Stephan Balkenhols Arbeit. Meist ist er allein, aber hin und wieder kann er von Tieren oder architektonischen Elementen begleitet werden. Die Figuren, die uns in seinen grob behauenen und bemalten Holz- oder Bronzeskulpturen begegnen, sind anonym, zurückhaltend, ja emotionslos. Ein Mann mit schwarzer Hose und weissem Hemd, der andächtig die Hände vor seinem Bauch gefaltet hat.
Der Einsatz von Bronze für eine Skulptur, die eine Frau in zeitgenössischer Kleidung zeigt, erzeugt ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen der Unvergänglichkeit des Materials und der Flüchtigkeit der Mode. Während Bronze eine Legierung ist, die Jahrtausende überdauern kann und seit der Antike für Denkmäler und Götterstatuen genutzt wird, ist moderne Kleidung – ein T-Shirt, eine Jeans oder ein einfacher Mantel – das Sinnbild des Momentanen und Vergänglichen. Kleidung unterliegt dem ständigen Wandel der Trends und markiert präzise einen Punkt in der Zeit, wodurch sie normalerweise als das genaue Gegenteil von Ewigkeit wahrgenommen wird.
Indem der Künstler jedoch diese alltäglichen Textilien in Bronze gießt, findet eine Art Alchemie statt, die das Profane in den Status des Sakralen erhebt. Jede feine Falte im Stoff, jede Naht und jeder Knopf wird durch das Metall für die Ewigkeit fixiert und konserviert. Diese Materialisierung der Vergänglichkeit verleiht der Skulptur eine melancholische Tiefe, da sie uns vor Augen führt, wie schnelllebig unser Alltag ist, während sie ihn gleichzeitig feierlich versteinert. Die Bronze entzieht der Kleidung ihre Weichheit und Funktion und macht aus einem modischen Gebrauchsgegenstand ein archäologisches Artefakt der Zukunft.
Dieser Kontrast verstärkt zudem die menschliche Komponente der „Venus“. Die Schwere der Bronze gibt der flüchtigen Erscheinung einer modernen Frau ein Gewicht, das sie in der Kunstgeschichte verankert. Wo Textilien in der Realität zerfallen und verbleichen, bleibt die bronzene Hülle bestehen und bewahrt die Konturen der individuellen Persönlichkeit. So wird die alltägliche Kleidung zum zeitlosen Gewand einer neuen Mythologie, die nicht mehr auf dem Olymp, sondern auf dem Asphalt der Gegenwart spielt.
Die Skulptur ist aus Bronze gefertigt, einer Legierung aus Kupfer und anderen Metallen (insbesondere Zinn), die seit der Antike verwendet wird. Ein ideales Metall für hochwertige künstlerische Gussstücke, die Tausende von Jahren überdauern. Beim Bronzeguss verwendet der Künstler in der Regel ein mehr als 5000 Jahre altes Verfahren, das Wachsausschmelzverfahren mit einer verlorenen Form. Es ist das beste, aber auch das aufwändigste Verfahren zur Herstellung von Skulpturen. Zunächst formt der Künstler ein Modell seiner Skulptur. Dieses wird dann in eine verflüssigte Silikonkautschukmasse eingebettet. Sobald das Material erstarrt ist, wird das Modell ausgeschnitten. In die entstandene Negativform wird flüssiges Wachs gegossen. Nach dem Abkühlen wird der Wachsabguss aus der Form genommen, mit Gusskanälen versehen und in eine Keramikmasse getaucht. Die keramische Masse wird im Brennofen gehärtet und das Wachs fließt aus (verlorene Form). Nun hat man endlich die Negativform, in die die geschmolzene Bronze bei ca. 1400° C gegossen wird. Nach dem Erkalten der Bronze wird die Keramikschale gebrochen und die Skulptur kommt zum Vorschein. Dann werden die Gusskanäle entfernt und die Oberflächen vom Künstler selbst oder von einem Spezialisten nach seinen Vorgaben poliert, patiniert und nummeriert. Auf diese Weise wird jeder Guss zu einem Original. Für minderwertige Bronzeabgüsse wird häufig das Sandbettverfahren verwendet, dessen Oberflächengüte und Qualität jedoch nicht mit dem aufwendigeren Wachsausschmelzverfahren mithalten kann.
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- Stephan Balkenhol Mann mit weissem Hemd und schwarzer Hose / Bronze Skulptur / signiert, nummeriert / Edition 30
Jahr: 2026
Format: 27 x 64 x 27 cm / 10.6 x 25.2 x 10.6 inch
Material:Bronze, handbemalt
Technik:Skulptur
Auflage:30
Sonstiges:signiert, nummeriert im Sockel.









