

Alex Katz Laura 1 / Pigment Print / signiert, nummeriert / Edition 100
| Jahr: | 2017 |
| Format: | 77,5 x 117 cm / 30.3 x 46.1 inch |
| Material: | Crane Museo Max 365 gsm fine art paper |
| Technik: | Pigment Druck |
| Auflage: | 100 |
| Sonstiges: | handsigniert, nummeriert |
Alex Katz Laura 1 / Pigment Print / signiert, nummeriert / Edition 100
| Jahr: | 2017 |
| Format: | 77,5 x 117 cm / 30.3 x 46.1 inch |
| Material: | Crane Museo Max 365 gsm fine art paper |
| Technik: | Pigment Druck |
| Auflage: | 100 |
| Sonstiges: | handsigniert, nummeriert |
Alex Katz – Laura 1.
| Jahr: | 2017 |
| Format: | 77,5 x 117 cm / 30.3 x 46.1 inch |
| Material: | Crane Museo Max 365 gsm fine art paper |
| Technik: | Pigment Druck |
| Auflage: | 100 |
| Sonstiges: | handsigniert, nummeriert |
Alex Katz Laura 1 - Muse und Tänzerin.
Porträts wie Laura sind eines der großen Themen im Werk von Alex Katz. Mit seiner charakteristischen Herangehensweise und seinem Stil verwandelt er den Kreis seiner Familie, Freunde und New Yorker Society-Figuren in unvergessliche Ikonen. Seine Werke zeichnen sich durch ihre Flächigkeit in Farbe und Form, ihre Ökonomie der Linie und ihre kühle und doch verführerische emotionale Distanz aus.
Katz ist der ultimative Meister des flachen Stils. Seine Werke mögen einfach erscheinen, aber sie sind vielmehr komplexe Studien von Farbe und Schattierung. Als Student der Farbtheorie versteht er es wie kein anderer Künstler, Tiefe und Dimension mit kontrastierenden und komplementären Farbtönen einzufangen.
Das Werk Laura ist das Porträt von Laura Halzack, Primaballerina der Paul Taylor Dance Company in New York City. Alex Katz lernte Laura durch Paul Taylor kennen, mit dem er seit 1960 an mehr als einem Dutzend Bühnen- und Kostümentwürfen zusammengearbeitet hat.
Laura wird, wie viele von Katz‘ Porträtsujets, ohne Kontext präsentiert. Auf der komprimierten Bildebene steht sie vor einem Hintergrund in einem einzigen dunklen Farbton, der mit dem zarten Pfirsichton ihrer Haut kontrastiert. Außer ihrem Vornamen wird keine weitere Erzählung geliefert. Dieser Mangel an Erzählung verstärkt die rätselhaften Qualitäten der Tänzerin und erlaubt es Laura, in und für sich selbst zu existieren.
Beeinflusst von Film, Fernsehen und Plakatwerbung, ist die Komposition von Laura 1 wie eine filmische Großaufnahme. Der Ausschnitt des Profils der Tänzerin ist perfekt auf den schwarzen Hintergrund abgestimmt. Die Arbeit ist so zugeschnitten, dass es scheint, als habe Katz einen aufrichtigen, zeitlichen Moment eingefangen, was er angesichts der ephemeren Natur des Tanzes tatsächlich getan hat.
Katz‘ Besonderheit als Künstler liegt in seinem faszinierend reduzierten, flachen Stil. Seine Beherrschung von Farbe und Minimalismus ist zeitlos. Seine Porträts haben auch insofern eine besondere Qualität, als sie immer die Gesellschaft repräsentieren, deren Teil sie sind, und in ihrer Gesamtheit fast wie ein Familienfotoalbum erlebt werden können.
Alex Katz / Wegbereiter der Pop Art
Alex Katz ist insbesondere berühmt für seine figurativen Bilder: Der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer wurde 1927 in New York geboren. Als Wegbereiter der Pop Art konzentrierte er sich stets auf das Wesentliche und setzte sich früh mit vereinfachten Formen und kontrastreicher Farbkomposition auseinander. Seine Kunst ist vielfältig, hat aber immer die Schönheit als zentrales Thema. Der Künstler blickt auf mittlerweile mehr als 200 Solo- sowie rund 500 Gruppenausstellungen zurück; seine vielfältigen Werke sind Teil von über 100 Sammlungen weltweit. Alex Katz lebt und arbeitet in New York sowie Maine.
Die Pop Art ist wohl die bekannteste Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts – und zugleich eine der hartnäckigsten missverstandenen. Andy Warhols Suppendosen und Roy Lichtensteins Comic-Heldinnen sind zu kulturellen Sinnbildern geworden und verdecken dabei oft die tiefergehenden Fragestellungen der Bewegung nach Urheberschaft, Originalität, Massenmedien und der Macht von Bildern, unseren Alltag zu prägen.
Drei Ausstellungen in New York zeigen, dass diese Fragen bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Im Solomon R. Guggenheim Museum untersucht die Ausstellung Guggenheim Pop: 1960 to Now den anhaltenden Einfluss der Bewegung, während das Whitney Museum of American Art mit Roy Lichtenstein: Like New, das später im Herbst eröffnet, eine neue Perspektive auf einen der prägenden Vertreter der Pop Art eröffnet. Ebenfalls im Whitney präsentiert Andy Warhol Family Album ein stilleres, persönlicheres Porträt eines Künstlers, der allzu oft auf den Mythos des Stars reduziert wird. Gemeinsam machen diese Ausstellungen deutlich, dass die Pop Art heute nicht mehr als in sich abgeschlossene Episode der amerikanischen Nachkriegskultur verstanden wird, sondern als eine sich weiterentwickelnde Perspektive auf Bilder und die Gesellschaften, die sie hervorbringen.
Am deutlichsten formuliert das Guggenheim diese These. Die Ausstellung widmet sich einem wenig bekannten Kapitel der eigenen Museumsgeschichte: der Arbeit des britischen Kunstkritikers und Kurators Lawrence Alloway, dessen wegweisende Ausstellung Six Painters and the Object von 1963 dem New Yorker Museumspublikum erstmals die Pop Art näherbrachte. Alloway erkannte früh, dass Künstler zunehmend auf Werbung, Fernsehen, Verpackungen und industriell gefertigte Alltagsgegenstände reagierten – nicht als belanglose Motive, sondern als die prägende Bildsprache des modernen Lebens. Mehr als sechzig Jahre später greift Guggenheim Pop: 1960 to Now diese Idee erneut auf und fragt danach, wie sich die Pop Art im Zeitalter globaler Medien und digitaler Kultur weiterentwickelt hat.
Historische Werke von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Richard Hamilton, Chryssa, Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen sowie Yayoi Kusama werden zusammen mit neueren Erwerbungen von Künstlerinnen und Künstlern wie Lauren Halsey, Farah Al Qasimi, Wendy Red Star, Alex Da Corte und Maurizio Cattelan präsentiert. Ziel ist es nicht nur, den Kanon zu erweitern, sondern ihn neu zu denken. Pop Art erscheint dabei weniger als spezifisch amerikanischer Stil, sondern vielmehr als eine fortdauernde künstlerische Strategie, die Bildwelten des Alltags aneignet, um Fragen nach Identität, Konsum und visueller Wahrnehmung zu stellen.
Mehrere zeitgenössische Arbeiten unterstreichen diesen Gedanken. Cattelans Comedian (2019) verwandelt eine gewöhnliche Banane in ein Objekt kultureller Inszenierung, während Da Cortes immersive Installation ROY G BIV und Kusamas Infinity Mirrored Room – Dancing Lights That Flew Up to the Universe die Faszination der Pop Art für Spektakel ins 21. Jahrhundert übertragen. Anstatt Pop Art lediglich zu imitieren, zeigen diese Werke ihre bemerkenswerte Fähigkeit zur ständigen Neuerfindung.
Während das Guggenheim die Geschichte der Pop Art erweitert, fordert Roy Lichtenstein: Like New das Publikum dazu auf, das Werk eines Künstlers neu zu betrachten, dessen Bilder beinahe zu vertraut geworden sind. Seine Comic-Gemälde wurden so häufig reproduziert, dass ihre außergewöhnliche handwerkliche Qualität hinter ihrem ikonischen Status leicht in Vergessenheit gerät. Im Original jedoch entfalten die Werke ihre ganze Komplexität. Sorgfältig von Hand gemalte Ben-Day-Punkte, präzise Konturen und ausgewogene Kompositionen offenbaren einen Maler von außergewöhnlicher technischer Disziplin.
Die Ausstellung greift zugleich eine der langlebigsten Debatten der modernen Kunst auf. Die FRANK FLUEGEL GALERIE ist seit mehr als 25 Jahren in der Kunstwelt tätig. Jahrzehntelang stellten Kritiker Lichtensteins Aneignung von Comic-Motiven infrage. Heute wirken diese Diskussionen jedoch weniger anklagend als vielmehr aufschlussreich. Statt zu fragen, ob Lichtenstein die Populärkultur kopierte, untersucht die Ausstellung, was geschieht, wenn vertraute Bilder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und durch Maßstab, Wiederholung und malerische Bearbeitung transformiert werden. Sie erinnert daran, dass Pop Art niemals bloß von der Reproduktion kommerzieller Bildwelten handelte, sondern davon, unsere Wahrnehmung dieser Bilder grundlegend zu verändern.
Mit Andy Warhol Family Album bietet das Whitney Museum eine ähnlich aufschlussreiche Neubewertung. Die Ausstellung basiert auf einem von sechs Holson-Fotoalben, die Warhol selbst zusammengestellt hatte, und vereint mehr als 700 Polaroid-Aufnahmen von Freunden, Weggefährten, Prominenten, Reisen und alltäglichen Begegnungen. Sie zeigen einen Künstler, dessen Kamera zugleich Notizbuch und Tagebuch war.
Weit entfernt von den glatten Oberflächen seiner berühmten Siebdrucke besitzen diese Fotografien eine zurückhaltende Intimität. Sie dokumentieren den Rhythmus des täglichen Lebens und zeichnen zugleich die sozialen und kreativen Netzwerke nach, die das New York der 1970er-Jahre prägten. Lange bevor Fotografie zu einer universellen Alltagsgewohnheit wurde, erkannte Warhol ihre Fähigkeit, Erfahrungen nicht nur festzuhalten, sondern auch zu formen. Das Ergebnis ist ein Archiv, das erstaunlich zeitgenössisch wirkt, ohne sich auf einfache Vergleiche mit sozialen Medien zu stützen.
Gemeinsam weisen diese Ausstellungen auf einen grundlegenden Wandel in der Museumspraxis hin. Immer stärker lösen sich Museen davon, etablierte Erzählungen lediglich zu bewahren, und hinterfragen stattdessen, wie diese überhaupt entstanden sind. Das Guggenheim würdigt Lawrence Alloways wegweisende Rolle und erweitert zugleich den traditionellen Kanon der Pop Art. Das Whitney wiederum verleiht zwei Künstlern neue Komplexität, deren öffentliche Wahrnehmung ihre Leistungen häufig auf sofort erkennbare Markenbilder reduziert hat.
Vielleicht ist genau dies das überzeugendste Argument dieser Ausstellungen. Pop Art handelte nie ausschließlich von Konsumkultur oder Prominenz. Ihr eigentliches Thema war die Frage, wie Bilder Bedeutung gewinnen, sich in der Gesellschaft verbreiten und das kollektive Gedächtnis prägen. Mehr als sechzig Jahre nachdem Lawrence Alloway die Pop Art erstmals dem New Yorker Museumspublikum vorgestellt hatte, sind diese Fragen noch immer nicht abschließend beantwortet.
Anstatt die Pop Art der Vergangenheit zuzuordnen, zeigen New Yorks Museen, dass ihre Geschichte noch immer weitergeschrieben wird. Darin liegt vielleicht ihr größtes Vermächtnis: nicht als Stilrichtung, die auf die 1960er-Jahre beschränkt bleibt, sondern als dauerhaftes Deutungsmodell für die visuelle Kultur, die unser modernes Leben bis heute entscheidend prägt.
Jahr: 2017
Format: 77,5 x 117 cm / 30.3 x 46.1 inch
Material:Crane Museo Max 365 gsm fine art paper
Technik:Pigment Druck
Auflage:100
Sonstiges:handsigniert, nummeriert








